Vom Außenseiter zum Workshop-Leiter: Eine Bogenschießen-Geschichte
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Vom Außenseiter zum Workshop-Leiter: Eine Bogenschießen-Geschichte
Hinweis: Diese Geschichte ist anonymisiert und verdichtet.
In der Klasse gab es einen Schüler, der selten im Zentrum stand. Wenn er auffiel, dann eher durch Rückzug oder schräge Kommentare. Beim Bogenschießen veränderte sich das Bild. Plötzlich zählten Ruhe, Genauigkeit, Atem und Geduld. Genau darin war er stark.
Warum Bogenschießen pädagogisch wirkt
Bogenschießen ist kein lautes Abenteuer. Es fordert Konzentration, klare Sicherheitsregeln und Selbstwahrnehmung. Wer schießt, muss warten, beobachten, sich regulieren und Verantwortung für Material und Umgebung übernehmen.
Der Schüler fand schnell Zugang. Er hörte präzise zu, achtete auf Regeln und konnte anderen ruhig erklären, worauf es ankommt. Die Teamer:innen gaben ihm keine Sonderrolle, sondern eine passende Aufgabe: Er durfte eine kleine Station mitbetreuen.
Der Rollenwechsel
Die Klasse sah ihn plötzlich nicht als Problemfigur, sondern als jemanden, der etwas kann. Das war kein pädagogischer Trick, sondern ein echter Erfahrungswechsel. Anerkennung entstand nicht durch Lob von außen, sondern durch sichtbare Kompetenz.
Transfer
In der Abschlussrunde wurde gefragt: Wo übersehen wir Stärken im Alltag? Die Klasse sammelte Beispiele. Die Lehrkraft nahm daraus eine Idee mit: Bei Gruppenarbeiten sollen Rollen stärker nach tatsächlichen Stärken verteilt werden, nicht nach Lautstärke oder Gewohnheit.
Fazit
Erlebnispädagogik kann Außenseiterrollen nicht automatisch auflösen. Aber sie kann neue Bühnen schaffen. Manchmal reicht ein anderes Setting, damit eine Klasse merkt: Dieser Mensch ist mehr als die Rolle, die wir ihm gegeben haben.
Quellen und Webrecherche
- DGUV: Sicherheit bei schulischen Aktivitäten, https://publikationen.dguv.de
- Fachliteratur Erlebnispädagogik: Erfahrungslernen und Reflexion, https://link.springer.com
- EOS Erleben: Erlebnispädagogische Angebote, https://eos-erleben.de/services
