6. Klasse Klassenfahrt in Baden-Württemberg: Gruppenerfahrungen mit 50–55 Jugendlichen
EOS Erleben schuf für zwei 6. Klassen in Baden-Württemberg einen viertägigen Erfahrungsraum mit Kooperationsspielen, Naturerfahrung und vielfältigen kreativen Workshops. Während der Fahrt wurde eine bessere klasseninterne und klassenübergreifende Kommunikation beobachtet. Die transparente Nachbereitung nimmt zugleich Abweichungen und Rückmeldungen ernst und macht sie zu konkreten Ansatzpunkten für die weitere Qualitätsentwicklung.
Ausgangslage und Rahmen
Die viertägige Klassenfahrt führte eine Gruppe von 50 Personen aus der 6. Klasse im Mai 2026 nach Baden-Württemberg; im Mittelpunkt standen zwei Klassen mit unterschiedlichen Ausgangslagen und bereits bestehenden klassenübergreifenden Spannungen.
Zur Reisegruppe gehörten Schülerinnen und Schüler aus zwei Klassen sowie drei Lehrpersonen. Die Jugendlichen waren zwischen elf und dreizehn Jahre alt. Eine Klasse wurde im Vorbereitungsbogen als sehr aktiv, heterogen und von bestehenden Konflikten geprägt beschrieben. Die andere galt als aufgeweckt und teilweise herausfordernd, verfügte nach Einschätzung der Lehrpersonen jedoch bereits über ein gutes Klassenklima. Hinzu kamen neue Mitglieder in der Schulgemeinschaft und Spannungen, die nicht nur innerhalb einer einzelnen Klasse bestanden.
Die 6. Klasse reiste mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Der längere Fußweg zum Standort beanspruchte am Ankunftstag mehr Zeit als erwartet, sodass für die zunächst vorgesehenen Spiele nur ein verkürzter Rahmen blieb. Diese konkrete Rahmenbedingung beeinflusste den Einstieg, ohne dass aus den Quellen eine vollständige Umplanung des gesamten Aufenthalts hervorgeht.
Für beide Klassen war es die erste Klassenfahrt. Erfahrungen mit einem schulischen Soziallernprogramm bestanden bereits seit der vorherigen Klassenstufe. Die Fahrt setzte damit nicht bei null an, sollte aber erstmals einen mehrtägigen gemeinsamen Erfahrungsraum außerhalb des Schulalltags schaffen. Als grobe Regeln und Strukturen waren unter anderem eine bereits vorab geplante Zimmerverteilung sowie der Verzicht auf Smartphones vorgesehen.
Vorbereitung
Die Lehrpersonen lieferten vor der Fahrt ausführliche Angaben zur Gruppensituation, zu gewünschten Zielen, organisatorischen Routinen und ihrer vorgesehenen Rolle; eine gesonderte Vorbereitung durch Familien ist in den Quellen nicht dokumentiert.
Der Vorbereitungsbogen der Lehrpersonen bildete die wichtigste Grundlage für die pädagogische und organisatorische Abstimmung. Er enthielt Angaben zum Klassenklima, zu klassenübergreifenden Konflikten, zu sprachlichen und weiteren Unterstützungsbedarfen sowie zu besonderen Ernährungsformen. Sensible Einzelangaben wurden für dieses öffentliche Praxisbeispiel nicht übernommen. Für die konkrete Durchführung sollten einzelne Unterstützungsfragen in einem persönlichen Gespräch vor Ort geklärt werden.
Die Lehrpersonen hatten die Zimmeraufteilung bereits vorgenommen oder wollten sie noch vor der Abreise abschließen. Zudem waren kurze, von einer Lehrperson gestaltete Morgen- und Abendrituale gewünscht. Für Smartphones galt die Regel, dass sie während der Fahrt nicht genutzt werden sollten. Diese Vorgaben schufen einen vorab definierten Tagesrahmen, an den das erlebnispädagogische Programm anschließen konnte.
Für ihre eigene Mitwirkung nannten die Lehrpersonen eine beobachtende Rolle und Unterstützung des EOS-Teams nach Bedarf. Eine eigenständige aktive Programmleitung war demnach nicht als Regelfall geplant. Informationen über eine zusätzliche Vorbereitung durch Familien liegen in den bereinigten Quellen nicht vor; entsprechend lässt sich hierzu kein konkreter Ablauf darstellen.



Über den Veranstaltungsort
Moosenmättle
Beide Bereiche (Hauptgebäude und Nebengebäude) sind mit einer Selbstversorgerküche ausgestattet und können getrennt und/oder zusammen gemietet werden. Das Moosenmättle ist ideal geeignet für Vereine, Schulklassen und größere Gruppen. Durch die Alleinlage inmitten herrlicher Natur, können Gruppen ungestört gemeinsam arbeiten, musizieren, spielen und feiern. Es gibt 100 Betten in zwei Gebäudeteilen mit 4-Bettzimmern und einigen 2-Bettzimmern, 8-er Zimmern und 6-er Zimmern.
Pädagogische Ziele
Die vereinbarten pädagogischen Ziele waren die Verbesserung des Klassenklimas, die Stärkung des Teamgeists und die Förderung sozialer Kompetenzen, insbesondere in den Bereichen Kommunikation und Konfliktlösung.
Die Zielsetzung bezog sich sowohl auf die einzelnen Klassen als auch auf ihr Miteinander. Gewünscht war eine Verbesserung der Klassengemeinschaft innerhalb der jeweiligen Gruppe und zugleich über die Klassengrenzen hinweg. Dieser doppelte Fokus war angesichts der im Vorfeld benannten Spannungen wesentlich: Gemeinsame Erfahrungen sollten nicht nur bestehende Teilgruppen festigen, sondern auch Begegnungen zwischen ihnen ermöglichen.
Als inhaltliche Schwerpunkte nannten die Lehrpersonen Kommunikation und Konfliktlösung. Die Quellen unterscheiden dabei zwischen erlebnispädagogischen Aktivitäten, die gemeinsames Handeln anregen, und der Bearbeitung konkreter Konflikte. Letztere wurde während der Fahrt nach Rückmeldung der Lehrpersonen ausschließlich von den schulischen Begleitpersonen übernommen. Die internen Notizen halten ebenfalls fest, dass nicht jeder individuelle Konflikt Aufgabe des EOS-Teams sei und der Schwerpunkt auf Gemeinschaftsbildung liegen sollte.
Die Ziele waren damit anspruchsvoller als ein ausschließlich freizeitorientiertes Programm, ohne dass ein therapeutischer oder auf Einzelfälle zugeschnittener Auftrag dokumentiert ist. Maßgeblich waren beobachtbare Gelegenheiten zu Kooperation, Verständigung und gemeinsamer Reflexion. Langfristige Wirkungen wurden von den Lehrpersonen zwar erhofft, konnten zum Zeitpunkt ihres Feedbacks aber noch nicht beurteilt werden.
Zusammenarbeit im Team
EOS Erleben verteilte die Zuständigkeiten für Leitung, Küche, Material, Einkäufe, Transport und Lehrpersonenkontakt; die Nachbereitung nutzte erkannte Informationslücken als Ansatzpunkt für klarere Abläufe.
Vor Beginn wurden administrative und logistische Aufgaben verteilt. Dokumentiert sind unter anderem die Abholung eines Fahrzeugs, die Übernahme eines Einkaufs sowie Rollen für Küche, Leitung und Materialverwaltung. Für die leitende Funktion gehörten der Vorbereitungsbogen und die Abstimmung mit den Lehrpersonen zu den genannten Aufgaben. Mehrere Mitwirkende bestätigten ihre Teilnahme, während eine angefragte Person nicht zusagte.
Das interne Teamfeedback bewertete die Absprachen zu Zeiten, Orten und Zuständigkeiten grundsätzlich positiv. Ebenso wurden die Einschätzung dessen, was den Klassen jeweils zuzumuten war, sowie die Kommunikation mit den Lehrpersonen als gelungen benannt. Diese Einschätzung steht neben der späteren Rückmeldung, dass das Team in dieser Zusammensetzung erstmals zusammengearbeitet habe und für Schülerinnen, Schüler und Lehrpersonen teilweise Struktur und Klarheit fehlten.
Als eigener Verbesserungsbedarf wurde festgehalten, während der Durchführung konsequenter Notizen anzufertigen und Informationen zuverlässiger weiterzugeben. Die internen Notizen ergänzen den Vorschlag, Leitfäden oder Checklisten zu entwickeln. Die vorhandene KI-Zusammenfassung griff ebenfalls offene Sonderhinweise, Materialfragen und den Bedarf zum Nachfassen bei Teamrückmeldungen auf; sie war jedoch als technisch fehlerhafte Ersatz-Zusammenfassung gekennzeichnet und ist daher nur als interner Hinweis, nicht als eigenständiger Tatsachenbeleg zu verstehen.
Programm und Durchführung
Das EOS-Team führte die Klassen von einem verkürzten Kennenlernen über Gelände-, Kooperations-, Vertrauens- und Workshopphasen bis zu Präsentationen, Lagerfeuer und gemeinsamem Rückblick.
Der Auftakt war mit Kennenlernspielen angelegt. Tatsächlich konnten wegen des langen Weges zum Standort nur begrenzt Spiele stattfinden. Dokumentiert sind ein Namensball und eine Aufgabe, bei der sich die Gruppe auf einem Seil sortierte. Damit begann die Fahrt mit einfachen Formaten, bei denen Namen, Orientierung innerhalb der Gruppe und abgestimmtes Handeln verbunden wurden.
Im weiteren Verlauf wechselten bewegungsorientierte Elemente im Wald mit kreativen und handwerklichen Workshops. Das interne Teamfeedback fasst den Ablauf als Folge von Kennenlern- und Geländespielen, Workshops, Vertrauens- und Kooperationsübungen, etablierten Routinen sowie Lagerfeuer zusammen. Einzelne Workshopphasen wurden fortgesetzt, bevor die entstandenen Arbeiten präsentiert wurden.
Zum Abschluss gehörten ein Lagerfeuer und ein Rückblick auf die gemeinsame Zeit. Als Reflexionsfragen waren dokumentiert, was besonders gefallen hatte, was nicht gefallen hatte und welche Erfahrungen unerwartet gewesen waren. Die Quellen berichten damit von einem erkennbaren Anfang, mehreren Arbeits- und Erlebnisphasen sowie einem gemeinsamen Rückblick, liefern jedoch keinen lückenlosen Stundenplan für alle vier Tage.
Methoden und Aktivitäten
EOS Erleben bot ein vielseitiges Programm aus Naturerkundung, Handwerk, Musik, Kochen, Bewegung und kooperativen Aufgaben; die konkrete Auswahl wich dabei von den zuvor gebuchten Workshopoptionen ab.
Zu den kreativen Angeboten gehörten das Gestalten eines Traumfängers mit unterschiedlichen, teilweise natürlichen Materialien und das Modellieren eines Erinnerungsstücks aus Ton. Im Musikworkshop wurden Instrumente aus Naturmaterialien hergestellt und für einen eigenen Song genutzt. Diese Formate eröffneten unterschiedliche Zugänge zu Gestaltung und gemeinsamem Produzieren, ohne dass die Quellen Ergebnisse einzelner Teilnehmender bewerten.
Natur- und handwerksbezogene Aktivitäten umfassten eine sinnliche Walderkundung, den Bau eines einfachen Schutzplatzes, das Kennenlernen geeigneter Materialien und das Schnitzen. Beim Schnitzen wurden zunächst Regeln vermittelt; anschließend konnten kleine Gegenstände wie ein Buttermesser gefertigt werden. Hinzu kam ein Kochworkshop, in dem Lebensmittel sowie vegetarische, vegane und tierische Ernährung thematisiert und fleischlose Gerichte zubereitet wurden.
Für Bewegung und Zusammenarbeit sind Waldspiele sowie mehrere benannte Kooperationsspiele dokumentiert, darunter eine Aufgabe mit einem fliegenden Teppich. Später wurden Workshops fortgeführt und die Kreationen präsentiert. Lagerfeuer und Stockbrot bildeten weitere gemeinschaftliche Situationen.
Die Auswahl wurde von den Lehrpersonen grundsätzlich als gut bewertet. Zugleich stellten sie fest, dass sie nur geringe Überschneidungen mit den bei der Buchung erwarteten Angeboten hatte. Statt der ursprünglich genannten Erlebnis- und Aktionsformate wurden vor allem Kochen, Naturerfahrung, Bushcraft, Schnitzen, Traumfänger, Ton und Musik durchgeführt. Diese Abweichung ist ein zentraler Bestandteil des Praxisverlaufs und darf trotz der positiven Bewertung der tatsächlichen Auswahl nicht ausgeblendet werden.
Gruppendynamik und Zusammenarbeit
EOS Erleben eröffnete klasseninterne und klassenübergreifende Begegnungen und passte Programmpunkte an die Situation an; konkrete Einzelkonflikte blieben bei den schulischen Begleitpersonen.
Die Aktivitäten wurden sowohl innerhalb der einzelnen Klassen als auch klassenübergreifend durchgeführt. Im Lehrpersonenfeedback wurde während des Aufenthalts eine Entwicklung und Verbesserung der Kommunikation in beiden Zusammenhängen beobachtet. Diese Beobachtung wurde teilweise mit den erlebnispädagogischen Anteilen in Verbindung gebracht. Eine sichere Aussage über die Zeit nach der Fahrt war wegen der unmittelbar anschließenden Ferien noch nicht möglich.
Die internen Notizen halten fest, dass ein Konflikt mit einer weiteren anwesenden Gruppe Unruhe auslöste. Aus Gründen des Persönlichkeitsschutzes werden weder Beteiligte noch konkrete Vorgänge wiedergegeben. Für die Programmsteuerung war entscheidend, dass die Gruppe dadurch aufgewühlt war und eine erwogene Nachtwanderung nach interner Einschätzung keinen zusätzlichen pädagogischen Wert gehabt hätte.
Beim Konfliktmanagement bestanden im Team unterschiedliche Ansätze. Die konkrete Bearbeitung wurde schließlich den Lehrpersonen und der schulischen Begleitung überlassen. Damit blieb die Rollenverteilung nicht vollständig so, wie sie im Vorbereitungsbogen vorgesehen war. Zugleich zeigen die Quellen, dass zwischen gruppenbezogener Gemeinschaftsarbeit und der Bearbeitung individueller Konfliktlagen unterschieden wurde.
Rolle der Begleitpersonen
Das EOS-Team verantwortete das erlebnispädagogische Programm; durch die kleinere Besetzung und eine Verletzung brachten sich die Lehrpersonen stärker als geplant in Tagesgestaltung, Gespräche und Konfliktbearbeitung ein.
Im Vorfeld war eine beobachtende Rolle vereinbart worden. Dadurch sollten die Lehrpersonen Gelegenheit erhalten, ihre Klassen außerhalb des Unterrichts wahrzunehmen, während das EOS-Team das Programm verantwortete. Unterstützende Eingriffe waren nach Bedarf vorgesehen, nicht jedoch eine durchgehend tragende Rolle in der Programmgestaltung.
Nach dem Feedback der Lehrpersonen ließ sich diese Aufteilung nicht einhalten. Das Team war kleiner als angekündigt, und eine Verletzung innerhalb des Durchführungsteams führte zu einer zusätzlichen Einschränkung. In der Folge waren die schulischen Begleitpersonen stärker in die Tagesgestaltung eingebunden. Auch verbindende Gespräche und konkretes Konfliktmanagement wurden von ihnen beziehungsweise der schulischen Begleitung übernommen.
Die internen Notizen zeichnen ein differenziertes Bild: Nicht alle Lehrpersonen waren fortlaufend bei sämtlichen Programmpunkten anwesend, und Pausenzeiten waren grundsätzlich möglich. Gleichzeitig bot die Fahrt Raum für notwendige Gespräche. Für künftige Programme ergibt sich aus den Quellen vor allem die Notwendigkeit, Erwartungen an Beobachtung, Unterstützung und Zuständigkeit noch eindeutiger mit der tatsächlichen Teamstärke und dem geplanten Programm abzugleichen.
Herausforderungen
EOS Erleben nahm die Abweichungen bei Programmauswahl, personeller Kapazität, Struktur, Zwischenrückmeldung und Verpflegung in der Nachbereitung offen auf und leitete daraus konkrete Qualitätsfragen ab.
Die deutlichste programmatische Abweichung betraf die Workshops. Die gebuchten Aktionsangebote wurden nicht wie erwartet umgesetzt; stattdessen fand eine andere, in sich vielfältige Auswahl statt. Die internen Notizen fragen ausdrücklich nach fehlenden Absprachen und danach, warum während der Fahrt kein klärendes Feedbackgespräch durch das EOS-Team stattfand. Damit betrifft die Kritik nicht allein die Auswahl, sondern vor allem die mangelnde Transparenz zwischen Planung und Durchführung.
Am ersten Abend beanspruchte eine ungeplante Situation viel Aufmerksamkeit, sodass der Tagesplan in den Hintergrund geriet. Hinzu kamen unterschiedliche Auffassungen zum Konfliktmanagement und zeitweise fehlende Struktur. Obwohl das interne Teamfeedback die unmittelbaren Absprachen positiv hervorhob, berichteten die Lehrpersonen von zu wenig Klarheit. Beide Perspektiven gehören zur sachlichen Bewertung des Verlaufs.
Auch die Verpflegung wich von der vorherigen Erwartung ab. Gemeldet worden waren einzelne vegetarische Bedarfe; angeboten wurde nach dem Lehrpersonenfeedback eine vollständig vegane Verpflegung, ohne dass dies vorab abgesprochen war. Zudem wurden die Mengen als wiederholt zu knapp und in einem Fall als deutlich zu groß beschrieben. Die internen Notizen zeigen, dass dieser Punkt für das Nachgespräch vorgesehen war.
Als räumliche Herausforderung wurde bei einer Fahrt mit zwei Klassen eine gewisse Enge genannt. Unterkunft, Räume und Umgebung wurden von den Lehrpersonen zugleich sehr positiv beurteilt. Die Rückmeldung ist daher nicht als grundsätzliche Kritik am Standort zu lesen, sondern als Hinweis darauf, dass Belegung und verfügbare Flächen zur Größe und Struktur einer Doppelklasse passen müssen.
Feedback
Die Rückmeldungen würdigen die Workshopvielfalt, die unmittelbare Abstimmung im EOS-Team und die positive Umgebung und geben zugleich klare Hinweise zu Planungsverlässlichkeit, Personalbesetzung, Verpflegung und Kommunikation.
Aus Sicht des Teams funktionierten die Absprachen zu Zeit, Ort und Aufgabenverteilung besonders gut. Positiv hervorgehoben wurden außerdem die Einschätzung der Klassen, die Zusammenarbeit mit den Lehrpersonen und das Essen. Die Teamrückmeldung bewertete die durchgeführten Workshops wohlwollend und äußerte den Wunsch, in derselben Besetzung erneut zusammenzuarbeiten. Zugleich benannte eine Person selbstkritisch, dass fehlende Notizen zu Lücken bei der Informationsweitergabe geführt hatten.
Die Lehrpersonen lobten die Unterkunft, die Räumlichkeiten und die Umgebung sowie die Auswahl der tatsächlich angebotenen Workshops. Ihre Gesamtbewertung blieb jedoch ausdrücklich mit kleineren Einschränkungen verbunden. Genannt wurden insbesondere die Abweichung von den gebuchten Angeboten, eine geringere Teamstärke als angekündigt, die dadurch veränderte Rolle der Lehrpersonen, mangelnde Struktur und die nicht abgestimmte Verpflegung.
Eine Veröffentlichung des Lehrpersonenfeedbacks wurde nur in anonymisierter Form gestattet. Materialien oder Spielideen für die Nachbereitung wurden nicht als notwendig angesehen, und eine Aufnahme der Erfahrungen in den Unterricht war eher nicht vorgesehen. Als erhoffte langfristige Entwicklung nannten die Lehrpersonen dennoch eine Stärkung des Klassenklimas und der klassenübergreifenden Gemeinschaft im Schulalltag. Dies ist als Erwartung, nicht als bereits nachgewiesene Wirkung, zu verstehen.
Wirkung
Während des von EOS Erleben begleiteten Programms wurde eine verbesserte klasseninterne und klassenübergreifende Kommunikation beobachtet; ihre langfristige Entwicklung blieb zum Zeitpunkt der Rückmeldung noch offen.
Beim von EOS Erleben gestalteten Rückblick am Lagerfeuer entstand nach den Durchführungsnotizen der Eindruck, dass sich der Klassenverband und das klassenübergreifende Miteinander gestärkt hatten. Eine schulische Begleitperson bestätigte diese Einschätzung vor Ort. Das Lehrpersonenfeedback formuliert zurückhaltender, dass sich die Kommunikation während des Aufenthalts entwickelt und verbessert habe und dies teilweise auf erlebnispädagogische Elemente zurückgeführt werden könne.
Diese beiden Beobachtungen beziehen sich ausschließlich auf die vier Tage der Klassenfahrt. Direkt anschließend begannen Ferien, sodass noch keine belastbare Aussage über den Schulalltag möglich war. Weder eine dauerhafte Konfliktlösung noch eine langfristige Veränderung einzelner Schülerinnen oder Schüler ist in den Quellen belegt.
Intern wurde angeregt, nach ungefähr einem halben Jahr erneut Kontakt zur Klasse aufzunehmen, um die Nachhaltigkeit zu betrachten. Ob ein solcher Termin vereinbart oder durchgeführt wurde, ist nicht dokumentiert. Das Praxisbeispiel endet deshalb mit einer begrenzten, aber konkreten Aussage: Während der Fahrt wurde eine positive Kommunikationsentwicklung beobachtet; ihre Dauerhaftigkeit blieb offen.
